Die wahren Krankmacher
Hochverarbeitete Lebensmittel
Wenn es unseren Darmbakterien gut geht, geht es auch uns gut. Dies gilt auch umgekehrt. Alles, was unsere Darmbakterien aus dem Gleichgewicht bringt, alles, was die schlechten Darmbakterien fördert und die guten in Bedrängnis bringt, ist schlecht für unseren Organismus. Besonders schlimm sind industriell verarbeitete Lebensmittel mit all den künstlichen Zusatzstoffen, Salzen, gesättigten Fetten, Zucker, Süßstoffen, Konservierungsstoffen und Emulgatoren. Natürlich wird man nicht sofort krank, wenn man viele industriell verarbeitete Lebensmittel isst, aber wenn man dies jahre- oder jahrzehntelang tut, eben doch. Dann gerät Ihr Mikrobiom aus der Balance, dann wird Ihr Darm löchrig, dann gelangen Mikroben und Giftstoffe in Ihren Körper, dann nehmen Ihre Organe Schaden, dann werden Sie krank. Inzwischen vergeht kaum ein Tag, an dem nicht eine Studie veröffentlicht wird, die bestätigt, wie krank machend hochverarbeitete Nahrungsmittel sind. Ein wesentlicher Grund dafür sind die künstlichen Zusatzstoffe. Sie sollen Geschmack verleihen oder verstärken, sie sollen die Waren haltbarer machen und mit Farbstoffen aufhübschen.
Der tägliche Verzehr von mehr als vier Portionen ultraverarbeiteter Lebensmittel – dazu zählen Wurst und Burger, zuckerhaltige Getränke, Milchprodukte mit Zusatzstoffen (darunter auch Eiscreme, Pudding, Fruchtjogurts und Milchshakes) sowie Pommes, verpacktes Gebäck und Süßwaren – erhöht das Risiko, vorzeitig zu sterben, um mehr als 60 Prozent. Durch den täglichen Verzehr von hochverarbeiteten Lebensmitteln steigt die Gefahr, an einer Darmentzündung zu erkranken, um bis zu achtzig Prozent. Hochverarbeitete Lebensmittel machen aber nicht nur krank, sie machen auch dick. Wie eine Studie gezeigt hat, dauert es länger, bis wir uns satt fühlen. Die Folge: Wir essen bis zu 500 Kalorien mehr am Tag. Aufs Jahr gerechnet kann das mehrere Kilo ausmachen. Also: Finger weg von industriell verarbeiteten Lebensmitteln!