Die heimliche Volkskrankheit

Fettleber

Eine der Folgen einer Über- und Fehlernährung - auch von zu viel Alkohol, machmal von Medikamenten - ist die Fettleber. Betroffen in Deutschland sind etwa 30 bis 40 Prozent (!) der Bevölkerung, bei stark übergewichtigen Menschen sogar 70 Prozent - selbst 30 Prozent der stark übergewichtigen Kinder weisen schon eine Fettleber auf - und bei Typ-2-Diabetikern sogar bis zu 90 Prozent! Es ist nicht lange her - und teils heute noch so -, da galt die Fettleber als unwichtige Nebendiagnose bei der Ultraschall-Untersuchung des Bauchraums. Heute wissen wir, dass eine Fettleber der Gesundheit sehr schadet. Der Hauptübeltäter bei der Enstehung einer Fettleber ist die Fructose. 

Hier kommen wieder die hochverarbeiteten Lebensmittel mit ins Spiel. Fructose wird von der Lebensmittelindustrie reichlich verwendet und steckt in Süßigkeiten, Backwaren, gesüßten Getränken und anderen hoch verarbeiteten Produkten. Oft findet man sie unter den Bezeichnungen Glukose-Fructose-Sirup oder Maissirup in den Zutatenlisten. Vorsicht: Fructose steckt auch in scheinbar gesunden Fruchtsäften, die in dieser Hinsicht noch schlimmer sind als gesüßte Getränke (Obst hingegen kann man, weil der Fasernanteil bremsend wirkt, unbedenklich essen). Je mehr Fructose man isst, desto schneller verwandelt die Leber diese Fructose in Fett und lagert sie ein. Mit fatalen Folgen. 

Neben einem erhöhten Risiko für eine Leberzyrrhose oder Leberkrebs entwickelt sich eine so genannte Insulinresistenz. Die Zellen werden unempfindlicher gegen Insulin, wodurch sie keine Glukose mehr aufnehmen, was wiederum ihre Bauchspeicheldrüse dazu anregt, noch mehr Insulin auszuschütten. Irgendwann macht die Bauchspeicheldrüse schlapp, außerdem schwimmt viel zu viel Glukose im Blut. Sie entwickeln einen Typ-2-Diabetes, wodurch Ihr Risiko für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung stark ansteigt. 

Nach alle den Horrorszenarien die guten Nachricht: Durch Fasten und gute Ernährung können Sie Ihre Leber wieder heilen. Der renommierte Diabetologen, Peter Schwarz aus Dresden zum Beispiel lässt seine Patienten 14 Tage lang fasten. Neuere Studien zeigen nämlich, dass die Fettleber verhindert, dass durch Bewegung und gesunde Ernährung überflüssiges Gewicht reduziert werden kann. Man wird zum „Non-Responder“, zu einem Patienten, der darauf nicht mehr anspringt. Hier kann kein Medikament helfen. Durch Fasten aber wird die Fettleber mehr oder weniger geheilt, der Teufelskreis durchbrochen. Danach wirken Sport und gesunde Ernährung wieder. Es muss aber keinesfalls ein zweiwöchiges Wasserfasten sein. Man kann auch innerhalb von sechs Monaten zweimal fünf Tagen fasten. 

Die Leber ist auch für diese kürzeren Fastenzeiten sehr dankbar und schmilzt das Fett ab. Der Rest erledigen eine gesunde Ernährung und etwas Sport.

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