Die Game-Changer
Ballaststoffe
In der Ernährungsmedizin herrscht selten Einigkeit darüber, was gesund ist, doch es gibt eine Ausnahme: die Ballaststoffe. Ballastsstoffe sind gesund, und wir essen viel zu wenig davon.
Es gibt zwei Formen von Ballaststoffen: wasserlösliche und nicht wasserlösliche. Wasserlösliche Ballaststoffe finden sich zum Beispiel in Haferflocken, Gerste und Pilzen oder - hier heißen sie Pektine - in Möhren und Apfelschalen. Die Stars unter den ballaststoffreichen Lebensmitteln aber sind: Hülsenfrüchte, also Linsen, Bohnen oder Erbsen. Sie sind das Futter für unsere guten Darmbakterien. Und die einfache Formel lautet: Wenn es unseren Darmbakterien gut geht, geht es auch uns gut! Auch die nicht-wasserlöslichen Ballaststoffe haben eine wichtige Funktion. Zum einen quellen sie im Darm auf und fördern so den Stuhlgang. Und - was noch wichtiger ist - sie zögern die Umwandlung von Nahrungsmitteln in Glukose - also Zucker - hinaus, sodass der Blutzuckerspiegel nicht so stark in die Höhe schießt. Ein Segen für unseren Organismus. Ein weiterer Nebeneffekt: Ballaststoffe machen satt. Ballaststoffe bewirken, dass wir zehn Prozent weniger Kalorien essen. Die Folge: Wir nehmen ab beziehungsweise können unser Gewicht gut halten. Zusammengefasst: Ballaststoffe sind bedeutend für die Gesundheit. Sie senken den Blutzuckerspiegel, drosseln die Kalorienaufnahme, sättigen mehr, wirken entzündungshemmend und schützen vor Krankheiten wie Herzinfarkt und Darmkrebs.
Ballaststoffe sind das wichtigste Futter für Darmbakterien, für unser Mikrobiom. Wenn unser Mikrobiom gesund ist, sind und bleiben auch wir gesund. Essen Sie deshalb möglichst viele Ballaststoffe: Gemüse, Hülsenfrüchte, Obst, Nüsse und (Vollkorn-)Getreide.