Mikrobiom, Fettleber, Ballaststoffe & Co:
Wir haben vieles selbst in der Hand
Meine Philosophie: Nutze die natürlichen Heilkräfte von guter Ernährung und Heilfasten. Was banal klingt, ist alles andere als banal. Ungesundes Essen macht uns kränker, als viele denken. Zum Beispiel (zer)stören industriell verarbeitete Lebensmittel unser Mikrobiom, mit fatalen Folgen: Unser Immunsystem schwächelt, chronische Mikroentzündungen entstehen, im ungünstigen Fall sogar Autoimmunerkrankungen. Umgekehrt weiß man heute, dass zum Beispiel Ballaststoffe ein gesundes Mikrobiom fördern.
Ich halte mich bei meinen Behandlungs- und Ernährungsempfehlungen eng an die Erkenntnisse von Dr. Andreas Michalsen. Er ist Chefarzt der Naturheilkundeabteilung des Immanuelkrankenhauses in Berlin und DER Experte in Sachen Ernährung und Heilfasten. Die gute Nachricht - und Dr. Michalsen erlebt es täglich in seiner Klinik - lautet: Wir haben vieles selbst in der Hand.
Gerne arbeite ich mit Ihrem Hausarzt zusammen, insbesondere dann, wenn Sie an einer Krankheit - Typ-2-Diabetes, Bluthochdruck, Autoimmunerkrankung etc. - leiden.
Übrigens handle und behandle ich aus voller Überzeugung, weil ich ein Beispiel dafür bin, was Heilfasten und Ernährung bewirken können. Hatte ich vor zwanzig Jahren noch eine schwere rheumatische Erkrankung, bin ich heute symptomfrei. Ich beherzige selbst, was ich empfehle, und habe alle Aufs und Abs dieses Weges durchlaufen. Deshalb kann ich guten Gewissens sagen: Es lohnt sich, diesen Weg zu gehen.
Stöbern Sie gern ein wenig auf meiner Webseite, die interessante Informationen für Sie bereithält. Und vielleicht sehen wir uns in meiner Praxis: Ich würde mich freuen!
Heilfasten
Ein natürliches Wundermittel
Autophagie: Wenn der Körper nicht mit Stoffwechsel- und Verdauungsprozessen beschäftigt ist, nutzt er die Gelegenheit, um aufzuräumen. Dieses Aufräumen nennt man in der Fachsprache Autophagie. Autophagie - das Wort kommt aus dem Griechischen und bedeutet: sich selbst verzehrend - ist ein faszinierender Selbstheilungsvorgang. Alte oder beschädigte Zellbestandteile und Proteine werden abgeräumt und ersetzt. Insbesondere durch ungesunde Ernährung sammelt sich in all unseren Zellen eine Art Mikroschrott: deformierte und geschädigten Eiweiße und andere Zellbestandteile. Im Laufe unseres Lebens häuft sich immer mehr davon an. Wenn wir fasten, also dem Körper nichts mehr zuführen, aus dem er Energie gewinnen kann, versuchen die Zellen, das in ihr vorhandene Material wiederzuverwenden. Alte und beschädigte Eiweiß- und Zellbestandteile werden chemisch klein gehackt und können danach zum Aufbau neuer Proteine und Zellorganellen verwendet werden. Nebenbei werden auch unerwünschte Eindringlinge wie Bakterien und Viren beseitigt. Diese Zellreinigung ist elementar wichtig, um die Alterung zu verlangsamen und Entzündungen zu bekämpfen.
Fettabbau: Wenn wir zunehmen, lagern wir Fett ein. Besonders wenn sich dieses Fett um unsere Bauchorgane legt, haben wir ein Problem, denn das Gewebe produziert entzündliche Stoffe und flutet damit den Organismus, was ihm auf Dauer sehr schadet. Fasten baut dieses viszerale Fett deutlich ab. Wenn Sie nach dem Fasten Ihren Ernährung ändern, wenn sie ihrem Körper vor allem das zuführen, was er braucht, und sehr wenig von dem, was ihm schadet, dann werden Sie noch mehr von diesem viszeralen Fett abbauen und eines ihrer wichtigsten Organe, die Leber, entlasten oder vollständig von Fett befreien.
Entzündungen: Entzündungen spielen bei den meisten chronischen Erkrankungen ein Rolle: bei Arteriosklerose - eine entzündliche Gefäßverkalkung, durch die sich die Gefahr eines Herzinfarkts oder Schlaganfalls erhöht -, aber auch Arthrose - von der man heute weiß, dass sie wenige die Folge einer mechanischen Abnutzungen, sondern vielmehr einer Entzündung der Gelenke ist - und bei vielen weiteren Erkrankungen, insbesondere des Darms. Entzündungsreaktionen im Körper verstärken sich noch durch das Zusammenspiel einer ungünstigen Zusammensetzung unseres Mikrobioms und dem Alterungsprozess. Die Wissenschaft spricht hier „Inflammaging“. Fasten hemmt Entzündungen auf verschiedenen Ebenen, was segensreich bei vielen entzündlichen Erkrankungen, z.B. des rheumatischen Formenskreises, sein kann.
Re-Set: Beim Fasten führt der Körper ein Re-Set aller Systeme durch, die unsere Verdauung steuern, darunter das Insulinsystem. Wenn Sie unter Diabetes oder einer Vorstufe leiden, bringt Fasten eine spürbare Erleichterung. Auch hier können Sie, wenn Sie sich anschließend gesund ernähren, sehr viel Gutes für sich bewirken.
Mikrobiom: Unser Mikrobiom ist das Ergebnis dessen, was wir essen. Wenn wir fasten, durchbrechen wir die durch ungesunde Ernährung entstandene Fehlbesiedlung des Darms. Nach dem Fasten können Sie Ihr Mikrobiom neu aufbauen, ein Meilenstein auf Ihrem Weg zu einer besseren Gesundheit.
Zellverjüngung: Fasten räumt unsere Zellen nicht nur auf, sondern verjüngt sie auch. Fasten regt die Bildung neuer Stammzellen und Mitochondrien an, wie Grundlagenforschung gezeigt hat. Die Hormosis, wie dieser Prozess im Fachjargon heißt, verjüngt also unsere Zellen und verlangsamt so unsere Alterung.
Zusammen mit der Ernährung ist es tatsächlich die Königsdisziplin der Naturheilkunde, sogar der gesamten Prävention und Gesundheitserhaltung. Was das Fasten in kurzer Zeit erreichen kann, ist einzigartig.
Macht Spaß und ist nicht so schwer
Gesunde Ernährung
Eine gesunde Ernährung schafft ein artenreiches Mikrobiom. Und ein artenreiches Mikrobiom ist die Grundlage für Ihre Gesundheit und ein langes Leben. Betrachten Sie doch einmal so: Wenn Sie zehn Lieblingsgerichte haben, von denen fünf ungesund und fünf gesund sind, dann essen Sie von nun an vor allem die fünf gesunden. Sie werden dann nicht nur das Essen genießen, sie werden zusätztlich auch das großartige Gefühl haben, sich selbst etwas Gutes zu tun: eine Win-Win-Situation. Grundsätzlich gilt: Je mehr unterschiedliche Pflanzensorten Sie in der Woche essen, desto besser, im Idealfall 30.

Unser Gesundheitskraftwerk im Darm
Mikrobiom
Das Mikrobiom ist der wichtigste Baustein, wenn Sie wirklich gesund werden und bleiben wollen. Je größer die Vielfalt der Baktieren im Darm ist, desto mehr sind Sie vor Krankheiten geschützt. Es gilt natürlich auch der umgekehrte Fall: Je artenärmer die Besiedlung ist, desto gefährdeter sind wir. Unsere Ernährungsweise ist der entscheidende Grund dafür, dass der Zustand unseres Mikrobioms immer problematischer wird. Hochverarbeitete Lebensmittel, zu viel Zucker, schädlicher Fett und nährstoffarme Kohlenhydraten, zu viel Fleisch und zu wenig Gemüse, Hülsenfrüchte, Obst und Vollkorngetreide führen zu einer Verarmung des Mikrobioms. Die Folge: Wir werden krank.

Die natürlichen Game-Changer
Ballaststoffe
In der Ernährungsmedizin herrscht selten Einigkeit darüber, was gesund ist, doch es gibt eine Ausnahme: die Ballaststoffe. Ballastsstoffe sind gesund, und wir essen viel zu wenig davon. Es gibt zwei Formen von Ballaststoffen: wasserlösliche und nicht wasserlösliche. Wasserlösliche Ballaststoffe finden sich zum Beispiel in Haferflocken, Gerste und Pilzen oder - hier heißen sie Pektine - in Möhren und Apfelschalen. Die Stars unter den ballaststoffreichen Lebensmitteln aber sind: Hülsenfrüchte, also Linsen, Bohnen oder Erbsen. Sie sind das Futter für unsere guten Darmbakterien. Und die einfache Formel lautet: Wenn es unseren Darmbakterien gut geht, geht es auch uns gut!

Die wahren Krankmacher
Hochverarbeitete Lebensmittel
Wenn es unseren Darmbakterien gut geht, geht es auch uns gut. Dies gilt auch umgekehrt. Alles, was unsere Darmbakterien aus dem Gleichgewicht bringt, alles, was die schlechten Darmbakterien fördert und die guten in Bedrängnis bringt, ist schlecht für unseren Organismus. Besonders schlimm sind industriell verarbeitete Lebensmittel mit all den künstlichen Zusatzstoffen, Salzen, gesättigten Fetten, Zucker, Süßstoffen, Konservierungsstoffen und Emulgatoren. Natürlich wird man nicht sofort krank, wenn man viele industriell verarbeitete Lebensmittel isst, aber wenn man dies jahre- oder jahrzehntelang tut, eben doch.

Die heimliche Volkskrankheit
Fettleber
Eine der Folgen einer Über- und Fehlernährung - auch von zu viel Alkohol, machmal von Medikamenten - ist die Fettleber. Betroffen in Deutschland sind etwa 30 bis 40 Prozent (!) der Bevölkerung, bei stark übergewichtigen Menschen sogar 70 Prozent - selbst 30 Prozent der stark übergewichtigen Kinder weisen schon eine Fettleber auf - und bei Typ-2-Diabetikern sogar bis zu 90 Prozent! Es ist nicht lange her - und teils heute noch so -, da galt die Fettleber als unwichtige Nebendiagnose bei der Ultraschall-Untersuchung des Bauchraums. Heute wissen wir, dass eine Fettleber der Gesundheit sehr schadet. Der Hauptübeltäter bei der Enstehung einer Fettleber ist die Fructose.
